Sehenswürdigkeiten
Römisch-katholische Kirche
 Die zur Zeit der Anjous, gegen 1350 gebaute römisch-katholische Kirche ist eines der wenigen erhalten gebliebenen Baudenkmäler der ungarischen Gotik.
Obwohl sie bei den Kämpfen mit den Türken beschädigt wurde, wurde sie gegen 1733 von der Familie Hunyady neu gebaut. Beim Umbau hat sie ihren Barockturm erhalten, aber der Anblick des Sanktuariums, der Pfeiler, des Einganges und der Fenster bzw. die Stille des Kirchengartens lassen die Reisenden in die ruhmvollste Zeitepoche unserer Landesgeschichte, ins Zeitalter unseres Königs Ludwig des Großen zurückzaubern.
Unter schattigen Bäumen können wir die 1793 aufgestellte Statue von St. Wendel (554? - 617?) anschauen, dessen Kult wahrscheinlich die in unsere Heimat eingesiedelten deutschsprachigen Siedler im 18. Jahrhundert mitgebracht haben.
Althaus
 Im alten Talpas-Haus, im sog. Althaus kann der/die Reisende in die Geschichte, traditionelle Volkskunst der Siedlung einen Einblick bekommen.
Auf der Ausstellung können wir erfahren, dass auch Béla Bartók 1906 während seiner Volkstanz-, Volkstracht- und Volksliedsammlung in unserer Gemeinde war. (An die Sammeltätigkeit in Balatonberény des großen ungarischen Komponisten erinnert auch eine Gedenktafel in der Hauptstraße.)
Eine Merkwürdigkeit der Ausstellung ist der Schlagstein (dereskõ), dessen Anblick es uns näher bringt, warum so große Autorität der Strafvollstreckung im Alter unserer Urgroßväter hatte...
Weinberg
,,Am Ende bleiben sie zu zweit
Gott und der Wein?
(Béla Hamvas)
Auf dem Balatonberényer Weinberg auf den nördlichsten Berghängen des Marcali-Rückens blicken der Weinanbau und ?herstellung auf jahrhundertealte Traditionen zurück.
Das fabelhafte Panorama des Balatons erwartet die Vorbeikommenden unter den fast 200 Jahre alten Denkmalkellern. Das Gebiet ist in erster Linie für ihre roten Rebsorten (Merlot, Pinot Noir) berühmt, aber wir können unseren Durst in manchen Kellern auch mit ausgezeichneten Weißweinen stillen.
Neben den römischen Fundgegenständen ist die kulturgeschichtliche Kuriosität des Gebietes, dass das Werk ?Die Philosophie des Weines? von Béla Hamvas 1945 auf dem Balatonberényer Berg entstand, das das wichtigste spirituelle Grundwerk unserer Weinkultur ist.
Csicsergõ-Insel
 Heutzutage ist es dem/der Reisenden auf dem Plattenseeufer spazierend nicht leicht vorzustellen, wie diese Landschaft einst im Alter unserer Urgroßväter aussehen konnte.
Deshalb ist es ein riesiges Erlebnis sich am natürlichen, sandigen Csicsergõ-Ufer barfuss spazierend zu einer schönen Muschel hinabzubeugen... Und während wir uns das Rascheln im Rohr bei linden Abendlüften anhören, können wir den unverwechselbaren Duft des Balatons riechen.
Wir können den Sonnenuntergang wohlgefällig betrachten und in der Fantasie bis zum Keszthely auf der goldenen Brücke spazieren...
Malerhaus
Unter der Adresse Kossuth Lajos Str. 90., unmittelbar hinter dem Kulturhaus befindet sich das Balatonberényer Malerhaus in einem hundertjährigen, rustikalen, Bauernhaus mit Balken. Nunmehr seit 18 Jahren schafft Valéria Eszter Paál, Maler-Lehrerin, Malerin aus Nordostungarn jeden Sommer hier, und von Zeit zu Zeit auch manche ihrer Malerfreunde.
Die Gemälde sind größtenteils Ölbilder mit herkömmlichen und Schichtentechniken, aber auch ihre Seidengemälde sind bedeutend. Ihre Lieblingsthemen sind die Bäume, Alleen, aber sie verewigt auch den Plattensee gern. Ihre Bilder aus den aufeinanderfolgenden Ausstellungen in Budapest und aus dem Malerhaus in Balatonberény kamen schon in allen Teilen der Welt herum, wie auch die Urlauber nehmen einige Stücke gerne nach Hause in ihre enge Heimat mit.
Das Malerhaus bietet nicht nur zeitgenössische Paál-Bilder seinen Besuchern an, sondern auch Werke von anderen zeitgenössischer Künstlern (Molcsányi, Ujfalusi, id. Hidasi, Dobi usw.). In der Reihe der Werke der bildenden Künste bekommt auch das schöne, geschnitzte Rundholzmöbel von István Balogh, Kunstgewerbler aus Onga einen Platz.
Das Malerhaus erwartet ihre lieben Besucher jedes Jahr vom 15. 06. bis 01. 08. täglich von 14.00 bis 18.00.
Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer + 36 30 229 4396 einzuholen.
Henger-Park
 Im Zentrum der Siedlung, am Plattenseeufer befindet sich der Henger-Park, von dessen schattigen Bäumen aus sich ein wunderschönes Panorama auf den abwechslungsreichen Balaton öffnet.
Aus dem Anlass des 1000. Jahrestages der Staatsgründung und der Krönung vom Heiligen Stephan wurde das Werk von László B. Hegyi, Bildhauer aus Budapest hier aufgestellt, das eine aus 3 Schiffskörpern bestehende Komposition ist. In seinem Mittelpunkt hebt eine doppelkreuzförmige Rahe aus dem heruntergelassenen Segeltuch hervor. Die drei Schiffskörper und das Segel symbolisieren die großen geografischen Einheiten des historischen Ungarns mit Oberungarn (Felvidék), Südungarn (Délvidék) und Transsylvanien zusammen. Die Rahe ist nichts anders als das apostolische Kreuz, das Symbol der Landeshoheit unserer Heimat.
Park am Freiheitsplatz
 An der Ecke der Táncsics und Szabadság Straßen können die Besucher den Park am Freiheitsplatz anschauen.
In der gepflegten Umgebung mit Blumen wurde das Totenkreuz (kopjafa) 1996 zum 1100. Jahrestag der Landnahme aufgestellt. Nach 4 Jahren wurde der Park mit einem neueren Denkmal bereichert: Unsere Gemeinde hat das Erinnerungskreuz gleichfalls hier am 20. August 2000 eingeweicht, das von der Selbstverwaltung unserer Partnersiedlung Csíkszentimre aus dem Anlass des ungarischen Millenniums gespendet wurde.
Das Kreuz wurde nach den Plänen des Bildkünstlers László Kenéz aus Balatonberény von transsylvanischen Handwerkern gefertigt. Das Werk hat eine Wurzelunterlage, und ein Lebensbaummotiv läuft auf seinen Zweigen. Die Vermischung des Kreuzes und des Lebensbaums aus der urtümlichen ungarischen Glaubenswelt symbolisiert gut die Geistigkeit des ungarischen christlichen Staates. Die Wurzel symbolisiert unser Bestehen auf unsere Heimat, unser Vaterland und das daraus hervorhebende Kreuz die Geistigkeit und Entwicklung Ungarns vom Heiligen Stephan. |